Volles Haus, eine spürbare Aufbruchsstimmung und sichtlich gut gelaunte Genossinnen und Genossen: Im Restaurant Kuhlemann hat die Neustädter SPD ihre personellen Weichen für die Kommunalwahl 2026 gestellt – geschlossen, selbstbewusst und mit einem klaren inhaltlichen Anspruch.
Gleich zu Beginn wurde deutlich, welches politische Gewicht die Versammlung hatte. Alt-Oberbürgermeister Kurt Seggewiss (Weiden) war ebenso anwesend wie Altbürgermeister Gerd Werner und die frühere Landtagsabgeordnete Annette Karl, die eigens aus Berlin angereist war. Seggewiss schlug Sebastian Giering als Bürgermeisterkandidaten vor und fand deutliche Worte:
„Wenn ich mir anschaue, was Sebastian hier in Neustadt bewegt und wie er arbeitet, dann geht mir das Herz auf.“ Seggewiss bescheinigte Giering Verlässlichkeit, Bodenständigkeit und die Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen Verantwortung zu übernehmen.

Bürgermeisterkandidatur – klarer Auftrag
Sebastian Giering wurde im Anschluss als Bürgermeisterkandidat der SPD gewählt. Bei der Wahl erhielt er eine Gegenstimme. „Hundert Prozent bei einer Nominierung sind für einen Sozi immer schlecht“, kommentierte Giering augenzwinkernd. „Von daher passt das.“
Inhaltlich machte er deutlich, warum er erneut kandidiert:
„Ich kandidiere, weil ich hier noch lange nicht fertig bin. Wir haben in den vergangenen Jahren viel angepackt – von Wasserleitungen über Kanal und Bautechnik bis hin zu zentralen Verwaltungsstrukturen. Das sind keine glamourösen Themen, aber es sind die Themen, die getan werden müssen. Jetzt geht es darum, diese Arbeit konsequent fortzusetzen, Dinge zu Ende zu bringen und Neustadt weiter sicher, ruhig und verlässlich zu entwickeln. Und: den Traum der Gartenschau träumen wir weiter!“
Geschlossenes Team mit breitem Rückhalt
Im Anschluss wurde die SPD-Stadtratsliste einstimmig beschlossen. Die Liste ist geschlossen, harmonisch aufgestellt und bildet ein breites gesellschaftliches Spektrum ab. Besonders hervorgehoben wurde der hohe Frauenanteil mit sieben Kandidatinnen.
Die Vielfalt der Kandidatinnen und Kandidaten sei bewusst gewählt, wurde mehrfach betont. So steht Severine Siebert für wirtschaftliche und technologische Kompetenz, Sandra Heydorn für Ehrenamt, Kirche und Feuerwehr, Christine Flor für Gastronomie, Innenstadt und Alltagsleben. Diese Mischung sei kein Zufall, sondern Ausdruck des Anspruchs, Neustadt in seiner ganzen Breite abzubilden.

Sicherheit, Struktur – und Energie
Inhaltlich setzt die Neustädter SPD auf Kontinuität und klare Schwerpunkte. Sicherheit, tragfähige Strukturen und eine verlässliche kommunale Energiepolitik stehen ebenso im Fokus wie das konsequente Weiterarbeiten an laufenden Projekten. Neustadt solle ruhig, beständig und ohne Experimente weiterentwickelt werden – mit Maß, mit Plan und mit Energie.
Die Versammlung wurde souverän geleitet von Maria Sauer, stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und zweite Bürgermeisterin von Püchersreuth. Ihr wurde für die professionelle und ruhige Leitung ausdrücklich gedankt.
Der Blick richtet sich nun nach vorne. Nach den Weihnachtstagen will die SPD Neustadt geschlossen und konzentriert in das neue Jahr starten. Die Botschaft der Versammlung war dabei eindeutig: Neustadt ist auf einem guten Weg – aber noch lange nicht fertig. „Wir müssen weiter anpacken“, betont Giering.
SPD-Stadtratsliste Neustadt a.d. Waldnaab – Kommunalwahl 2026 (Reihenfolge)
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Sebastian Giering, Bürgermeister
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Marion Steiner, Grundschullehrerin, Stadträtin
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Torsten Bär, Krankenpfleger
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Severine Siebert, Diplom-Kauffrau, Abteilungsleiterin bei Nokia
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Rainer Hetz, Schulleiter, Fraktionssprecher
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Sandra Heydorn, Pfarramtssekretärin, aktiv in Feuerwehr und Ehrenamt
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Stefan Linsmeier, Polizist, Stadtrat
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Christine Flor, Gastronomin
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Alexander Weiß, Fachlagerist
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Stefanie Färber, Verwaltungsangestellte
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Martin Filchner, Konrektor, Stadtrat
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Doris Bär, Krankenschwester
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Adrian Kuhlemann, Koch
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Yvonne Schedl, Büroleitung
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Stefan Merkl, Basketball-Coach
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Philipp Glaab, Diplom-Biologe
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Klaus Meierhöfer, Diplompädagoge
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Stefan Reiger, Zollbeamter
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Franz Witt, Rentner, Vorsitzender der AWO
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Martin Schmidberger, kaufmännischer Angestellter, Feuerwehrmann
