Mit einem sachlich geprägten Rückblick und einem Ausblick auf die kommenden Jahre ist die Neustädter SPD in den Kommunalwahlkampf gestartet. Den Wahlkampfauftakt in der Stadthalle, im Restaurant „Metzgers Kich“ eröffnete Fraktionsvorsitzender Rainer Hetz, der die politische Einordnung der vergangenen Jahre übernahm. Bürgermeister Sebastian Giering konzentrierte sich in seinem Beitrag bewusst auf Inhalte, Bilanz und zukünftige Herausforderungen der Stadt.
Giering blickte auf zentrale Projekte der vergangenen sechs Jahre zurück und hob insbesondere einen klaren Kurswechsel bei der Infrastruktur hervor. „Wir haben bei Straßen nicht mehr ausgebessert, sondern sind konsequent in den Vollausbau gegangen“, so der Bürgermeister. Genannt wurden unter anderem die Straßen „Am Hopfengärtl“ und „Am Rumpler“, bei denen jeweils Kanal, Wasser und Glasfaser gemeinsam erneuert bzw. erstmalig verlegt wurden. Auch die Sanierung des Pausenhofs der Grund- und Mittelschule wurde hervorgehoben: Nach jahrzehntelangen Problemen konnte dort die Ursache für Feuchtigkeit und Schimmel im Gebäude endgültig beseitigt werden. Ergänzend verwies Giering auf die Einführung der Heimat-Info-App und des WhatsApp-Kanals, mit denen das Rathaus digital besser erreichbar gemacht wurde, sowie auf die große Photovoltaikanlage auf der Stadthalle – dem größten Dach der Stadt – als sichtbares Zeichen für die kommunale Energiewende.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem „Handwerkszeug der Kommune“. Dazu zählen die Aktualisierung des Flächennutzungsplans ebenso wie der gezielte Aufbau von Fachlichkeit in der Verwaltung. Neustadt ist wieder Ausbildungsbetrieb, aktuell mit einer Auszubildenden. In den vergangenen Jahren wurden zudem drei Mitarbeitende erfolgreich nachqualifiziert, eine weitere Qualifizierung läuft derzeit. Mit dem Aufbau eines Wasserwerks und der Qualifizierung einer Wasserfachkraft am Bauhof werde gezielt in Qualität und Zukunftssicherheit investiert, so Giering. Vor dem Hintergrund anstehender Straßensanierungen, Brückenmaßnahmen und der Modernisierung der Wasserversorgung sprach der Bürgermeister von Investitionen im Millionenbereich, die in den kommenden Jahren notwendig und richtig seien.

Zum Abschluss setzte Giering einen klaren inhaltlichen Akzent auf die Zukunft des Stadtplatzes. „Das Pflaster ist an sich etwas Schönes . Aber wenn die Heilung nicht eintritt, dann hilft das schönste Pflaster halt nicht mehr, dann muss man etwas ändern“, erklärte er. Reines Pflaster funktioniere dauerhaft nicht, deshalb brauche es – wortwörtlich – eine tragfähige Lösung. Asphalt bedeute dabei kein „schwarzes Band“, sondern könne mit gestalterischen Elementen wie Graniteinstreu optisch an den Bestand angepasst werden. Zugleich solle der Stadtplatz grüner werden.
Fraktionsvorsitzender Rainer Hetz würdigte in seinem Beitrag die sachliche und kontinuierliche Arbeit des Bürgermeisters: „Sebastian Giering hat Neustadt Schritt für Schritt vorangebracht, viele Grundlagen erneuert und die Stadt wieder handlungsfähig gemacht. Das ist keine Politik der großen Worte, sondern der Verlässlichkeit.“